Phoenix Foundation https://phoenix-foundation.org Tue, 12 Sep 2023 10:07:44 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.7.14 Wir suchen Pat*innen https://phoenix-foundation.org/2023/09/12/wir-suchen-patinnen/ Tue, 12 Sep 2023 09:53:12 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3286 Es gibt sehr erfreuliche Neuigkeiten von der Phoenix Orphanage Organisation – der allerersten von uns unterstützen NGO, die der Grund dafür ist, dass wir die Phoenix Foundation überhaupt ins Leben gerufen haben. Nachdem wir jahrelang über vierzig Kindern in Zigoti, Uganda, eine Schulausbildung, ein Dach über dem Kopf, Nahrung und medizinische Versorgung ermöglicht haben, ist es nun soweit: die ersten drei Jugendlichen haben die Schule abgeschlossen. Dazu wollen wir ihnen zunächst von Herzen gratulieren!

Da es unseren Grundwerten entspricht, Kinder und Jugendliche nachhaltig zu unterstützen, ist es uns sehr wichtig, die finanziellen Hilfen nicht einfach mit dem Schulabschluss auslaufen zu lassen. Denn so wären die Kids nicht in der Lage, eine weiterführende Bildung zu genießen und würden möglicherweise ohne großen Vorteil zurück in ihre alten, wenig vielversprechenden Strukturen fallen. Deswegen liegt es uns sehr am Herzen, den diesjährigen Schulabsolventen Julius, Martin und Hudson (und hoffentlich auch allen weiteren Absolvent*innen) ihre Träume zu erfüllen und die Universität oder weiterführende Schule zu finanzieren.

Um das zu ermöglichen, suchen wir nach Pat*innen! Wir fänden es großartig, eine Person pro Jugendlichen zu finden, die in der Lage ist, die jährlichen Kosten für Universität, Unterkunft, Transport, Nahrungsmittel und sonstigen Bedarf zu finanzieren und so den Weg für eine vielversprechendere Zukunft zu ebnen. Falls das – wie wir verstehen können – allerdings eine zu hohe Summe ist, freuen wir uns auch über jede Einzelspende, die diesem Zwecke dient!

In unserem Newsletter erfahrt ihr mehr über Julius, Martin und Hudson. Falls ihr gerne mehr Infoshättet oder Interesse habt, Pat*in zu werden, kontaktiert uns gerne direkt per E-Mail. Wir freuen uns!

 

                                                                                                                        Von links: Julius, Hudson, Martin

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Phoenix Foundation Jahresbrief 2022 https://phoenix-foundation.org/2022/11/28/phoenix-foundation-jahresbrief-2022/ Mon, 28 Nov 2022 15:59:11 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3266 Im diesjährigen Jahresbrief erfahrt ihr, wie das vergangene Jahr 2022 für uns als Förderverein und für unsere Partnerprojekte in Deutschland, Griechenland, Uganda und im Libanon verlaufen ist. Es gibt berührende Geschichten von den Kindern und Jugendlichen vor Ort sowie wertvolle Einblicke in die aktuelle Situation in den verschiedenen Ländern und wie unsere Partner*innen damit umgehen. Viel Spaß beim Lesen!

Hier geht es zum Jahresbrief 2022.

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Die Geschichte von Maral https://phoenix-foundation.org/2022/11/25/die-geschichte-von-maral/ Fri, 25 Nov 2022 12:26:52 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3257 Maral ist 16 Jahre alt und lebt in unserem Phoenix-Camp. Ihren Abschluss hat sie erst vor kurzem gemacht, sie war also ein Jahr älter als die meisten anderen Kinder. Sie hatte viel aufzuholen. Geflohen ist ihre Familie als Maral gerade einmal zwei Wochen die erste Klasse einer Grundschule in Homs besucht hatte. Ihr jüngerer Bruder war gerade erst zwei Jahre alt. Ihr Onkel und seine Familie – Marals geliebte Cousinen – flohen nach Europa. Maral hörte die Erwachsenen viel darüber diskutieren. Ihr eigener Vater hielt das für viel zu gefährlich. „Wer nach Europa geht, der kommt nicht wieder. Deine Kinder werden dort zur Schule gehen, sich dort verlieben, Europäer werden. Ihr verliert Syrien.“, sagte ihr Vater zu seinem Bruder. Die Familien trennten sich und Maral vermisst ihre Cousinen bis heute schmerzlich, von denen sie seit diesem Tag nie wieder gehört haben. Maral träumt davon, dass sie in Paris sind oder London, sie kennt Bilder dieser beiden Städte, mit hell erleuchteten Schaufenstern, Straßen-Cafés und schicken Apartments. Aber in den Gesichtern ihrer Eltern, wenn sie über ihren Onkel und seine Familie sprechen, sieht sie, dass das keine wahrscheinliche Möglichkeit ist, dass ihre Cousinen den Traum vom neuen Leben in Sicherheit vermutlich nicht verwirklichen konnten, denn sonst hätten sie sich längst gemeldet.

Maral und ihre Familie flohen damals in den Libanon. „Es wird nicht so lange dauern“, sagten ihre Eltern Freunden gegenüber. „Von dort können wir wieder nach Hause kommen, sobald es vorbei ist.“ Sie sind so nahe wie es irgend geht an ihrer Heimat geblieben. Sobald Maral aus ihrem Zelt tritt, sieht sie die Berge, den Anti-Libanon, die die Grenze zwischen Syrien und dem Libanon darstellen. In zwei Stunden könnte sie die Grenze zu Fuß erreichen, vielleicht sogar noch schneller. In der ersten Zeit nach ihrer Ankunft sahen sie hinter den Bergen Kampfjets fliegen, Bomben einschlagen, Rauch aufsteigen. Das war in der Zeit, in der Maral sich selbst noch nach Europa wünschte, denn hier im Libanon fühlte es sich so an, als sei man noch mitten drin im Krieg. Schulen gab es keine. Häuser auch nicht. Ein Zelt in einem Camp mit hunderten Familien wurde ihnen zugewiesen, ohne Möbel, Erde und Steine auf dem Boden. „So können wir doch nicht leben“, hörte sie in der ersten Nacht ihre Mutter flüsternd zu ihrem Vater sagen. Doch so leben sie mittlerweile seit 10 Jahren. Auf dem Boden liegen mittlerweile Bastmatten und ein großer Teppich. Sie haben Matratzen und ein kleines Regal für ihre wenigen Habseligkeiten. Wider Erwarten fühlt es sich für Maral manchmal wie ein Zuhause an, weil sie ihre alte Wohnung in Damaskus schon kaum mehr vor ihrem inneren Auge heraufbeschwören kann.

Die ersten Jahre gab es keine Schule. Maral war auf den Feldern. Ihre Eltern durften nicht arbeiten, also war das, was sie verdiente, die einzige Möglichkeit für die Familie, zu überleben. Bis heute spricht sie nicht über diese Jahre, will mir nicht erzählen, was die schlimmsten Tätigkeiten waren, welche Ernte die härteste. Ihr Vater versuchte ihr am Abend Lesen beizubringen, aber sie war zu müde. Als Maral 10 Jahre alt war, besuchte ich ihr Camp zum ersten Mal. Es wurde viel über Veränderungen gesprochen, aber Marals Familie war vorsichtig geworden nach zu vielen Enttäuschungen. Die Kinder müssen nicht mehr arbeiten, hieß es plötzlich. Es werde Lebensmittellieferungen geben und eine Schule für die Kinder. Niemand glaubte das. Doch zwei Monate später gab es die Schule und es wurden Pakete mit Reis, Linsen und Bohnen verteilt. In den ersten Monaten hatte Maral jeden Tag Angst, alles wäre nur ein Traum. Jeden Tag fürchtete sie, die Schule sei weg und sie müsse wieder auf die Felder. Sie lernte und lernte, um so viel Wissen wie möglich in kürzester Zeit aufzunehmen, denn nichts ist von Dauer, das hat sie gelernt auf der Flucht. Falls die Schule bald wieder schließen musste, wollte sie so viel wie möglich gelernt haben. Maral machte ihren Abschluss mit 16 Jahren, als hätte sie keinen Tag Schule verpasst, als hätte es weder Krieg noch Flucht noch Feldarbeit gegeben. Besondere Begabungen hat sie im naturwissenschaftlichen Bereich. Immer wieder haben die Lehrer ihr in Mathematik und Physik schwierigere Aufgaben gegeben als dem Rest der Klasse, um sie zu fördern. 

Alle waren überzeugt, dass Maral weiter zur Schule gehen sollte und ihre Eltern waren sehr dankbar für das Angebot. Mit unserem alten Schulbus wird sie jeden tag 20 Minuten durch die Beqaa-Ebene gefahren nach Zahlé. Außer für den Besuch der weiterführenden Schule hat sie vorher das Camp nie verlassen, das wäre zu gefährlich. Selbst zur Schule zu gehen ist ein Risiko, denn Rechte hat sie in diesem Land keine, das weiß sie. Unser Schulbus bringt sie zur Schule und wartet, bis sie mit den anderen Mädchen hineingegangen ist. 10 Minuten vor Schulschluss steht er wieder da. Auf keinen Fall darf es die Situation geben, dass unsere Mädchen auf der Straße warten müssten oder ähnliches. Maral ist stolz darauf, diesen mutigen Weg jeden Tag zu gehen. Nach Schulschluss berichtete sie über alles Gelernte bei den Mädchen, deren Eltern weniger mutig sind, die nicht bereit sind, dieses Restrisiko einzugehen und ihre Mädchen nicht auf die weiterführende Schule schicken. Maral möchte Ingenieurin werden, wie ihr Onkel es war. Er hat in Syrien Brücken gebaut, das fand Maral immer schon faszinierend. Und auch wenn sie sich kaum mehr an Syrien erinnern kann, so ist sie sicher, dass es hunderte Brücken gibt, die neu gebaut werden müssen. Es gibt mittlerweile Jugendliche, die bereits mit der weiterführenden Schule fertig sind und ein Studium begonnen haben. In den Camps werden sie gefeiert wie Popstars. Maral ist voller Bewunderung für diese Stipendiaten und möchte unbedingt eine von ihnen werden. Damit baut sie heute schon Brücken. 

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Online Veranstaltung zu unserem 5. Geburtstag https://phoenix-foundation.org/2021/11/07/5-geburtstag/ Sun, 07 Nov 2021 06:45:43 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3160 Anlässlich des 5. Geburtstags der Phoenix Foundation haben wir eine Online Veranstaltung mit unseren Projektpartner*innen organisiert, um einen tieferen Einblick in ihre Arbeit zu bekommen und die Gründer*innen sowie Betroffenen selbst persönlich kennenzulernen. Es war eine aufgeweckte Diskussion rund um Themen der Kinder- und Jugendhilfe, Aktivismus und nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit. Die wunderbaren Diskussionsbeiträge wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Im Video seht ihr eine Zusammenfassung der Veranstaltung. Wir hoffen, es weckt eure Interesse!

 

 

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Interview mit Maimouna https://phoenix-foundation.org/2021/04/01/interview-mit-maimouna/ Thu, 01 Apr 2021 13:40:41 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3125 “Man wird mich seltsam ansehen,
ich werde die schrullige Alte sein.”

 

Maimouna (27) ist eine starke und mutige Syrerin, die sich in vielerlei Hinsicht gegen die Konventionen ihrer Kultur stellt und der Diskriminierung von Frauen standhaft die Stirn bietet. Seit diesem Jahr arbeitet sie als Lehrerin in unserer Phoenix Zeltschule. Im Interview mit Jacqueline Flory von der Zeltschule spricht sie über ihre Fluchtgeschichte und die Stellung von Frauen in ihrer Heimat.


Maimouna, du bist vor mehr als dem Krieg geflohen, als du zu uns kamst. Würdest du es mir nochmal erzählen?

Ich habe geheiratet vor zehn Jahren, als der Krieg begann. Einen Mann, der sehr viel älter war als ich. Ich war erst 17, er war 56. Aber er war sehr gut zu mir, er ließ mich zur Schule gehen, zur Universität sogar. Er hat es mir ermöglicht Lehrerin zu werden. Aber aus seiner ersten Ehe hatte er einen erwachsenen Sohn und der war nicht gut zu mir. Er hat mich oft beleidigt und sich bei seinem Vater über mich beschwert, gleichzeitig versuchte er aber manchmal, mich zu berühren. Ich hatte Angst vor ihm. Als mein Mann starb, bot er an, mich zu heiraten, damit ich wieder jemanden habe, der mich versorgt – ich sagte natürlich Nein. Alleine der Gedanke widerte mich an. Er wurde unglaublich zornig und beschimpfte mich, nannte mich undankbar, dass ich froh sein könnte, wenn er die Verpflichtung des Vaters übernähme, weil mich sonst keiner will… Ich wusste, er würde mich nicht in Ruhe lassen. Also bin ich in den Libanon geflohen, ganz allein.

Hast du seitdem daran gedacht, wieder zu heiraten?

Nicht wirklich. Ich müsste bald heiraten, solange ich noch Kinder bekommen kann, aber ich trauere immer noch um meinen Mann. Ich habe ihn sehr geliebt. 

Ist es üblich, einen Verwandten seines Mannes zu heiraten, wenn dieser stirbt?

Nicht unüblich. Die Frauen sind ja als Witwen unversorgt und der Bruder des verstorbenen Mannes kann dann sein Ehrgefühl beweisen, indem er die Verpflichtung übernimmt und die Frau heiratet, um sie zu versorgen. Aber genau das wollte mein Mann nicht. Er hat mich eine Ausbildung machen lassen und er hat mir Geld vermacht, damit ich unabhängig bin. Er hat mir sein Testament gezeigt. Aber sein Sohn hat es zerrissen, damit er alles bekommt. 

Könntest du ihn anzeigen?

Nein, er hat ja angeboten, mich zu heiraten, damit hat er sich als Ehrenmann erwiesen und mein Charakter ist fragwürdig, weil ich das hochmütig abgelehnt habe. Niemand würde mir glauben. Er wird seine Strafe von Allah bekommen. 

Deine Eltern haben deinen Mann für dich ausgesucht, nicht wahr?

Ja, damit ich Homs verlassen kann, dort war es zu Anfang des Krieges besonders schlimm. 

Wie lernt man einen fremden Mann zu lieben, der fast 40 Jahre älter ist als man selbst?

Wir haben viel gesprochen, Tag und Nacht zu Anfang. Er hat mir sein ganzes Leben erzählt, bis es sich anfühlte, als hätte ich es mit ihm gelebt. Er hat mir Tausende von Fragen gestellt, die mir noch nie zuvor jemand stellte: Was hast du für Träume, wie würdest du gerne leben, was würdest du gerne tun… er war verrückt! Aber auf wunderbare Weise. Und er hat immer Wort gehalten, was immer er mir sagte, das stimmte auch. Ich hätte ihm mein Leben anvertraut. Eigentlich habe ich das auch. Wir zogen nach Damaskus, damit ich studieren konnte. Wenn ich Kommilitoninnen mit nach Hause brachte, holte er für uns alles Essen in einem Restaurant um die Ecke und kochte uns Tee. Als mein Blinddarmherausgenommen werden musste, schlief er bei mir im Krankenhaus auf einem Stuhl in der Ecke. Er war mein Ein und Alles, und ich seins. So wird es nie wieder mit jemandem sein. 

Das kann ich sehr gut verstehen. Aber wie wird dein Leben als Unverheiratete sein? Wenn du 50 Jahre alt bist, ohne Mann und Kinder?

Man wird mich seltsam ansehen, ich werde die schrullige Alte sein. Frauen müssen heiraten, das ist hier so. Wenn man es nicht tut, dann stimmt etwas nicht mit einem. Als ich verheiratet war, fühlte ich mich unbesiegbar. Man kann tun, was man will, wenn man einen Mann hat, der einen unterstützt. Allein ist man so verletzlich, es gibt so viele Grenzen für Frauen ohne Mann, so wenig Möglichkeiten.

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Zeltschule startet INVICTA Kampagne https://phoenix-foundation.org/2021/03/29/zeltschule-e-v-startet-invicta-kampagne/ Mon, 29 Mar 2021 15:42:06 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3114 Und wir sind dabei! Pünktlich zum Weltfrauentag 2021 haben wir eine neue Kooperation mit unserer Partnerorganisation Zeltschule e.V. zur Förderung von geflüchteten Mädchen und jungen Frauen aus Syrien begonnen. Im Rahmen des IndePENdent-Girl-Programms unterstützen wir alle Mädchen aus unserer Phoenixschule nach ihrem Schulabschluss weiter – und geben ihnen so eine dringend notwendige Zukunftsperspektive.

Mit der kürzlich gestarteten INVICTA Kampagne will die Zeltschule e.V. besonders auf die Probleme von Mädchen und Frauen auf der Flucht aufmerksam machen und ihre Situation verbessern. Davon waren wir natürlich sehr begeistert und haben uns entschlossen, allen Mädchen der Phoenixschule auch nach ihren Pflichtschuljahren – die nach syrischem Curriculum ungefähr bis zum 14. Lebensjahr gehen – die Möglichkeit zu geben, auf eine weiterführende (libanesische) Schule zu gehen oder eine Berufsausbildung zu machen. Letztere werden vor allem Zeltschulen-intern, in den vielen verschiedenen Betrieben, die mittlerweile in den Camps entstanden sind, durchgeführt.

Ganz konkret werden von den aktuell 65 Mädchen der Phoenix-Schule

  • 32 Mädchen auf weiterführende Schulen gehen
  • 10 Mädchen in unseren Zeltschule Women‘s Workshops ausgebildet
  • 15 Mädchen Auszubildende in unserer Bäckerei, der Suppenküche und bei den Krankenschwestern und Hebammen der Frauensprechstunde
  • 8 Mädchen eine handwerkliche Ausbildung bei unserer Bau- und Instandhaltungsgruppe machen

Die Mädchen werden jeden Tag von einem „Schulbus“ abgeholt, der sie in die weiterführende Privatschule, in die Bäckerei, zur Suppenküche, ins Kamelcamp zur Frauensprechstunde oder in das Camp, in dem eine neue Schule gebaut wird oder etwas repariert werden muss, bringt.

Obwohl die Wege oft nicht weit sind, ist es für die Mädchen zu gefährlich zu Fuß außerhalb der Camps unterwegs zu sein. Die Vergewaltigung eines syrischen Flüchtlingsmädchens hat für die Täter keine Konsequenzen. Wir müssen sicherstellen, dass die Mädchen sicher und geschützt zur Schule und auch wieder in die Camps kommen.

Mädchen und jungen Frauen auf der Flucht und in den Camps haben es ganz besonders schwer. Nach dem Schulabschluss stehen sie fast immer vor der Wahl zwischen einer “Versorgungsehe” oder schwerster Feldarbeit. Dabei wünschen sich die meisten nur ein unabhängiges, erfülltes und friedliches Leben – so wie wir alle.

„Manchmal sitzen wir im Unterricht und jemand erzählt etwas Witziges und wir lachen alle laut. Dann ist es kurz so, als wäre alles normal, als wären wir Schulkinder wie überall auf der Welt, die alles werden und alles machen können,“ sagt Qamar aus der Phoenix-Schule.

Die Unterstützung für ein Mädchen kostet jährlich im Durchschnitt 96 €. Helft uns, diesen starken, intelligenten und inspirierenden Mädchen eine unbesiegbare (“invicta”) Lebensperspektive zu geben und solidarisch mit ihnen eine bessere Zukunft zu gestalten. 

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Statusbericht 2020 https://phoenix-foundation.org/2021/01/26/statusbericht-2020/ Tue, 26 Jan 2021 12:56:00 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3082 Für den Großteil der Kinder und Jugendlichen, die in unseren Partnerorganisationen eingebunden sind, war das vergangene „Corona-Jahr“ eine Herkulesaufgabe. Ihre ohnehin prekären und teils menschenunwürdigen Lebensbedingungen haben sich durch die Pandemie nochmals um ein Vielfaches verschlechtert. Seien es die sozial benachteiligte jungen Menschen hier in Deutschland, die plötzlich auf engstem Raum mit ihrer Familie auskommen mussten, und keine Schule oder Freunde als Ablenkung hatten, die Waisen in Uganda, deren Essen rationiert werden musste, oder die jungen Geflüchteten, die durch Lockdown, mangelnde Versorgung und Umweltkatastrophen um ihr Leben kämpfen mussten.

Umso glücklicher macht es uns, dass wir trotz der schwierigen Situation auch hier in Deutschland, im vergangenen Jahr so viele Spenden akquirieren konnten. Das ermöglicht uns bereits jetzt eine gewisse Planungssicherheit für 2021 und öffnet Türen, um unsere Förderungen sogar noch auszuweiten. Welche neuen Ideen und Projekte in diesem Jahr umgesetzt werden, erfahrt ihr hier auf der Website – wir halten euch auf dem Laufenden!

 

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Phoenix Foundation Jahresbrief 2020 https://phoenix-foundation.org/2020/12/06/phoenix-foundation-jahresbrief-2020/ Sun, 06 Dec 2020 13:40:13 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3045 Es war ein verrücktes Jahr! Besonders für unsere Partnerorganisationen und all die Kinder und Jugendlichen, die sie unterstützen. Wenn ihr wissen wollt, was in den letzten Monaten in Uganda, Griechenland, Berlin, München und im Libanon passiert ist und wie sich unsere Arbeit dort ausgewirkt hat, schaut euch doch unseren diesjährigen Weihnachtsbrief an. Dort findet ihr Infos, Fotos, Eindrücke, ein Interview und Vieles mehr.

Hier geht’s zum Jahresbrief!

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Interview mit AFE-Gründer Jacob Warn https://phoenix-foundation.org/2020/12/04/die-situation-auf-den-griechischen-inseln-interview-mit-jacob-warn/ Fri, 04 Dec 2020 20:49:37 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3012 Jacob Warn, Gründer von unserem Partnerprojekt Action For Education, spricht im Interview über die Situation der Geflüchteten auf den griechischen Inseln, die besonderen Herausforderungen für Kinder und Jugendliche und die Arbeit seiner Organisation vor Ort.

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Die Phoenix Familie wächst! https://phoenix-foundation.org/2020/12/04/unsere-neuen-partnerinnen-in-griechenland/ Fri, 04 Dec 2020 13:54:29 +0000 https://phoenix-foundation.org/?p=3017 Unzählige Kinder und Jugendliche weltweit haben zu Weihnachten kein warmes Zuhause, keine liebevolle Familie, kein Festmahl an Heiligabend. Besonders nicht, wenn sie als Geflüchtete in Griechenland leben. Seit diesem Jahr fördern wir zwei Organisationen, Action For Education und The Home Project, die alles Erdenkliche tun, um den Kids dort Schutz, Geborgenheit, Bildung, Wärme und Gemeinschaft zu geben – an Weihnachten sowie das ganz Jahr über.

Hier geht’s zu einem kurzen Video über beide Organisationen

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